Kaum ein Arzneistoff hat für so viel Aufsehen gesorgt wie Viagra. Als im Jahr 1998 die kleinen blauen Pillen von dem US-amerikanischen Pharmaunternehmen Pfizer auf den Markt
gebracht wurden, berichteten die Medien weltweit über diese neue Behandlungsmöglichkeit erektiler Dysfunktionen. Hauptbestandteil der Viagra-Tabletten ist der Wirkstoff Sildenafil. Er ist in die
Wirkstoffklasse der PDE-5-Hemmer einzuordnen; sämtliche Medikamente, die diese Substanz enthalten, sind in Deutschland, der Schweiz und Österreich verschreibungspflichtig.
Die Funktion von Viagra kann man folgendermaßen beschreiben: Der Inhaltsstoff Sildenafil bewirkt, dass das Enzym Phosphosdiesterase 5
blockiert wird und dadurch die Muskeln im Schwellkörper des Penis erschlaffen. Diese Entspannung ist die Voraussetzungen dafür, dass durch das Einströmen von Blut bei sexueller Erregung eine
Erektion entstehen kann.
Es ist also unzutreffend, dass durch die bloße Einnahme von Viagra eine Erektion entsteht; sie ist von der sexuellen Stimulation abhängig. Die
Wirkung von Viagra setzt in der Regel eine halbe bis eine Stunde nach der Einnahme ein - dies sollte man bei der Planung der Einnahme und des Liebeslebens bedenken.
Viele Männer, die auf Viagra angewiesen sind, scheuen sich, das Medikament in einer herkömmlichen Apotheke zu erwerben. Es ist ihnen peinlich, preiszugeben, dass sie unter
Erektionsstörungen leiden; daher bevorzugen sie das Bestellen von Viagra im Internet. Da seit dem Jahr 2004 der Verkauf von Medikamenten über das Internet und das postalische Versenden derselben
gestattet ist, stellt dies heutzutage kein Problem mehr dar. Die Lieferung ist bei vielen Versandapotheken kostenfrei und erfolgt innerhalb weniger Tage.
Bei der Online-Bestellung von Viagra sollte man darauf achten, dass man ausschließlich bei vertrauenswürdigen, geprüften Apotheken Bestellungen aufgibt. Da Viagra ein beliebtes Arzneimittel ist, gibt es auch zahlreiche Fälschungen, die online vertrieben werden. Bis zum Jahr 2013 ist jedoch ausschließlich die Firma Pfizer aufgrund des Patentschutzes dazu berechtigt, das Medikament herzustellen und zu verkaufen. Sobald die Schutzfrist verstrichen ist, werden auch andere Pharmaunternehmen ähnliche Präparate produzieren. Das deutsche Unternehmen Ratiopharm hat entsprechende Pläne bereits angekündigt.